Schelmen-Zunft Staufen

„Der alte Schwede“
auf der Wolfacher Festspielbühne

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Die Schelmenzunft Staufen präsentiert bei den Wolfacher Festspieltagen das Festspiel „Der alte Schwede“, das sich anno domini 1449 am Dreikönigstag in Staufen zugetragen haben soll.

Das Stück handelt davon, dass sich die Zünfte der Stadt damals im Stubenhaus am Marktplatz zum jährlichen „Ürtinnen“ (festliches Gelage) treffen wollten. Der Stubenhauswirt und sein Schankknecht steckten in den letzten Vorbereitungen für das bevorstehende Fest, als auch noch der Freiherr Trudbert von Staufen sein Erscheinen ankündigen lässt, um endlich dem wilden zügellosen Treiben der Meister, Gesellen und Anwärter mit der Verkündigung der Zunftgebote Einhalt zu gebieten.

Währenddessen vergnügen sich Musikanten, Gaukler und Marktweiber in den Gassen um dem Spektakel beizuwohnen. Angezogen von Wein, Weib und Gesang treibt sich auch noch ein gewisser Dr. Faust mit seinem dunklen Gesellen in der Stadt herum.

Kurzum der Stubenwirt steckt tief im Schlamassel, da lässt es auch noch der “Alte Schwede” so richtig krachen.

Die Schelmenzunft Staufen beruft sich und ihre Fasnachtstradition auf das alte Zunftwesen:Von jeher als reine Männerzunft geführt, durchläuft ein Zunftmitglied Anwärter-, Lehrlings- und Gesellenjahre und kann nach Ablegen einer Meisterprüfung sich frühestens nach 10 Jahren Zunftmeister nennen. Die Zunftgebote aus dem Jahre 1449 werden jedes Jahr zur Fasnachtseröffung erneut verkündet und sind der Narrencodex der Mitglieder.

Nachweislich starb in Staufen der historische Faust, ob sein dunkler Geselle wirklich an seinem Ableben beteiligt war, darüber lässt es sich jedoch streiten.

Und was der “alte Schwede” mit dieser Geschichte zu tun hat? „Nun ja – ein wenig spannend muss die Geschichte ja noch bleiben und wird nicht im Voraus verraten“, heißt es von der Schelmenzunft.